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9. Tag: Eunate, Puente la Reina, Estella, Kloster Irache, Los Arcos, Torres del Río und Viana

Bereich: Die Zona Media

Km: 77

Verkehrsmittel: Auto

In Cizur Menor verlässt der Jakobsweg das Pamploneser Becken und führt anschließend über den Perdón-Pass nach Valdizarbe. Die Kirche Santa María de Eunate steht in der Gemeinde Muruzábal nahe Obanos und Puente la Reina.

Eunate ist eine Kirche mit geheimnisvoller Vergangenheit. Die schöne und einzigartige romanische Kirche mit achteckigem Grundriss ist von frei stehenden Bögen umgeben.

In Puente la Reina vereinigen sich die Route von Orreaga/Roncesvalles und die von Somport kommende Via Tolosa oder Via Egidiana. Hier sollte man die Kruzifix-Kirche und die Santiago-Kirche auf der gegenüber liegenden Seite der Rúa Mayor besuchen. Über die schöne romanische Brücke über den Arga, die dem Ort seinen Namen gegeben hat, verlässt der Jakobsweg Puente la Reina.

Kurz vor Estella führt eine Abzweigung zum nahe gelegenen Alloz-Stausee, auf dem man diverse Wassersportarten betreiben kann.

Estella besitzt seit 1090 die Stadtrechte. Hier gibt es eine ganze Reihe sehenswerter Gebäude, darunter den Palast der Könige von Navarra, die Kirche San Pedro de la Rúa, das Casa Fray Diego de Estella, die San-Miguel-Kirche und die Basilika Nuestra Señora del Puy.

Unweit von Estella befindet sich das Kloster Irache. Besonders sehenswert ist die romanische Kirche, mit deren Bau im 12. Jh. begonnen wurde, und ein großes Gebäude im herrerianischen Stil aus dem 17. Jahrhundert.

Nördlich von Estella und nahe Abárzuza führt eine Abzweigung zum Kloster Iranzu, einer Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert. Von dort ist es nicht weit zum Karstmassiv der Sierra de Urbasa. In der Ortschaft Raso de Urbasa wurde ein Museum eingerichtet, das das Leben der Schäfer und Köhler der Gegend zum Gegenstand hat. Am Zugang zum Naturpark von Urbasa und Andia an der Straße nach Olazagutía befindet sich das Informationszentrum des Parks. Auf markierten Wegen kann man diese Gegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, in der es Felsen, Buchenwälder, unterirdische Wasserläufe und Schäferunterstände zu sehen gibt.

Wenn man weiter dem Jakobsweg folgt, kommt man nach Los Arcos, einem Dorf mit mehreren alten Stadttoren, die zur ehemaligen Stadtmauer gehörten, sowie Renaissance- und Barockgebäuden und der schönen Marienkirche. In dem nur wenige Kilometer entfernten Sorlada steht die Basilika San Gregorio Ostiense, eine Barockkirche, die dem Beschützer der Felder und Ernten geweiht ist.

In Torres del Río steht eine der schönsten romanischen Kirchen Navarras, die Santo-Sepulcro-Kirche. Von dort führt eine Straße zum Sanktuarium Nuestra Señora de Codés am Fuß der gleichnamigen Bergkette.

Gastronomie
Tierra Estella ist eine Gegend mit einer besonders reichhaltigen Küche. Hier gibt es Paprika, Spargel, Spanferkelbraten, Käse aus Urbasa (unter der D.O. Idiazabal), sowie Desserts und Gebäck wie die sog. Alpargatas, die Rocas del Puy und das Teegebäck aus Viana.

In der gesamten Gegend gibt es auch hervorragende Weine. Viele davon gehören den Ursprungsbezeichnungen Navarra und Rioja an.

Veranstaltungen
Alle zwei Jahre wird im Sommer das Mysterienspiel Misterio de Obanos aufgeführt, das zu einem Fest von nationalem touristischem Interesse erklärt wurde. Es hat das Leben und die Legende des Heiligen Guillermo und der Heiligen Felicia zum Gegenstand, und die Personen werden von professionellen Schauspielern und vielen Laiendarstellern verkörpert.

Kirchen wie das Puy-Sanktuarium von Estella, San Gregorio Ostiense oder das Sanktuarium Nuestra Señora de Codés in Torralba del Río sind alljährlich das Ziel zahlreicher Wallfahrten.